CFD Trading - einfach erklärt

Das CFD Trading ist eine verhältnismäßig neue Anlagemöglichkeit, die in den Neunziger Jahren in London entwickelt wurde und zu den Derivaten gehört. Dabei investiert man sein Geld nicht wie üblich in Wertpapiere, sondern wettet lediglich auf eine gewisse Kursdifferenz, was der Name Contract of Difference (CFD) bereits ausdrückt. Man sagt also in gewisser Weise die Kursentwicklung bestimmter Wertpapiere voraus und streicht einen hohen Gewinn ein, wenn die tatsächliche Entwicklung mit der Voraussage übereinstimmt. Aufgrund bestimmter Hebelwirkungen hat man beim CFD Trading ein sehr hohes Renditepotenzial, dem aber auch ein entsprechendes Verlustrisiko entgegensteht.

Man kann sowohl auf steigende als auch auf fallende Wertpapierkurse setzen

Beim CFD Trading ist es möglich, die Kursentwicklung in beide Richtungen vorauszudeuten. Setzt man auf "long" bedeutet dies, dass man auf steigende Kurse eines bestimmten Wertpapiers wettet, wohingegen eine Wette auf "short" die Erwartung auf fallende Aktienkurse ausdrückt. Die Investments kann man mittlerweile übrigens problemlos online durchführen, da es einige Online Broker gibt, die sich auf CFD Trading spezialisiert haben. Diese variieren vor allem in den Gebühren und der Sicherheitsleistung, die für jeden Trade hinterlegt werden muss. Außerdem bietet nicht jeder CFD Broker alle möglichen Wertpapiere, sondern es wird oft eine bestimmte Auswahl geboten, die sich von Broker zu Broker in der Größe unterscheidet.

Die Sicherheitsleistung ist entscheidend für die Hebelwirkung

Die als Margin bezeichnete Sicherheitsleistung beschreibt den Teil des eingesetzten Kapitals, den man auch tatsächlich hinterlegen muss, um einen bestimmten Trade durchzuführen. Die Höhe variiert je nach Broker zwischen 1% und 20% des einzusetzenden Kapitals und bestimmt damit den Hebeleffekt, den man mit einem CFD Trade erreichen kann. Ein kleines Beispiel soll das Renditepotenzial beschreiben, welches im CFD Trading steckt:

Long-CFD in ein bestimmtes Wertpapier

Anlagesumme: 40.000 Euro
Sicherheitsleistung 2%: 800 Euro
Rendite bei Kurssteigerung um 1%: 400 Euro
Rendite in Bezug auf selbst eingesetztes Kapital: 50%


Wie man sieht, kann eine niedrige Sicherheitsleistung dafür sorgen, dass man wahrlich hohe Renditen erwirtschaften kann. Den Differenzbetrag zwischen Sicherheitsleistung und komplettem Kapital stellt die Bank für einen gewissen Zinssatz zur Verfügung, der zwar die Rendite etwas schmälert, aber immer noch ein sehr hohes Gewinnpotenzial übrig lässt.

CFD Trading ist vor allem für risikoaffine Anleger zu empfehlen

Da sich die Hebelwirkung natürlich auch umgekehrt auswirken kann, ist mit dem CFD Trading natürlich ein nicht zu unterschätzendes Risiko verbunden. Im Regelfall verkaufen die Broker Positionen, die eine bestimmte Verlustgrenze überschritten haben, aber bis dahin ist auch schon ein Teil des Kapitals aufgezehrt und man muss als Anleger einen nicht unerheblichen Verlust hinnehmen. Gerade deshalb empfiehlt es sich, als Kleinanleger besser nicht auf das CFD Trading zu setzen, da man sonst vielleicht alles verliert, was man an Kapital besitzt. Ein Großanleger sollte zudem die Anlagesumme auf ein Maß beschränken, was ihm im Verlustfall nicht zu große Schwierigkeiten bereitet. Wer diese Regeln einhält, kann mit dem CFD Trading jedoch auch sehr hohe Gewinne einfahren, zumal diese Form der Geldanlage aufgrund ihrer simplen Struktur fast für jeden Anleger recht einfach verständlich ist.